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Einrichtungen extern
Pathologisches Institut
Das im August 1968 gegründete Institut für Pathologie ist heute eine selbstständige Einrichtung, die in erster Linie für die Analyse von Gewebsproben zuständig ist. Das Institut versorgt nicht nur das Lukaskrankenhaus mit Gewebsuntersuchungen, sondern auch die Krankenhäuser in der Region und die niedergelassenen Ärzte in der Stadt und im Kreis Neuss.
Das Team des Pathologischen Institutes kann innerhalb von wenigen Minuten bis Stunden präzise Diagnosen zu dem eingesandten Untersuchungsmaterial erstellen. Das Aufgabengebiet besteht darin, anhand der Analysen von Gewebsproben, Körperflüssigkeiten oder Operationspräparaten eine exakte Aussage über die Erkrankung zu machen, das heißt, ob es sich um eine Krebserkrankung, einen entzündlichen Prozess oder um eine Abnutzungserscheinung (Degeneration) handelt.
Während einer Operation wird anhand einer so genannten Schnellschnittuntersuchung innerhalb von wenigen Minuten eine mikroskopische Untersuchung von Gewebe vorgenommen, darin wird die Gutartigkeit oder Bösartigkeit des Zellenwachstums festgestellt. Diese Aussage hilft bei der Planung des weiteren Vorgehens. Mit entsprechenden Spezialmethoden wird außerdem das Tumorstadium, also die Wachstumsrate der Tumorzellen, exakt bestimmt. Nicht zuletzt werden im Institut für Pathologie die klinischen Obduktionen durchgeführt, welche nur mit Einverständnis der Angehörigen des Verstorbenen erfolgen. Dies dient der Feststellung der definitiven Todesursache sowie der Erkenntnis über die Zusammenhänge der Erkrankungsfolgen und die Wirkung der Therapien.
Neben den histologischen und zytologischen Standardmethoden wird die gesamte Palette der Antikörper immunhistochemisch angewendet. Mit lasergesteuerter Durchflusszytometrie wird die Wachstumsrate einer Tumorzellenpopulation exakt bestimmt; damit können die Prognose und die therapeutischen Möglichkeiten sehr genau eingeschätzt werden. Für Spezialuntersuchungen am Knochenmark sowie an bestimmten bösartigen Tumoren dienen sowohl Hormonrezeptoren wie auch spezielle Methoden wie Immunzytochemie oder Oberflächenmarker. Im Zuge der molekularbiologischen Entwicklungen finden flowzytometrische Techniken wie auch monoklonale Antikörper eine besondere Stellung in der Diagnostik seltener Tumoren. Bei diesen Methoden werden anhand von monoklonalen Antikörpern antigentragende Zellbestandteile markiert und so die Phänotypisierung von Zellen in einem Gewebe ermöglicht. Diese Methoden finden insbesondere Anwendung in der Leukämiediagnostik, Knochenmarkstransplantation oder Chemotherapie bei Brustkrebs.
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Prof. Dr. med Cyrus Tschahargane Leiter des pathologischen Instituts seit 1. Mai 1988
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