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Chirurgische Klinik I
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Chefarzt Prof. Dr. Peter E. Goretzki (links) mit Dr. Bernhard Lammers. |
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Das Lukaskrankenhaus Neuss gehört deutschlandweit zu den bekanntesten Expertenzentren für die endokrine Chirurgie und befasst sich schwerpunktmäßig mit der operativen Therapie von Erkrankungen der hormonproduzierenden Organe. Hierzu zählen Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere und Bauchspeicheldrüse.
Jährlich führen wir etwa 1000 Schilddrüsenoperationen durch. Wir operieren grundsätzlich mit einer Lupenbrille und modernsten Instrumentarien.
Stimmbandnerven und die Nebenschilddrüsenkörperchen werden routinemäßig dargestellt. Die Funktion des Stimmbandnervens wird während der Operation elektrophysiologisch mit Hilfe des Neuromonitorings überprüft. Die gefürchtete Verletzung des Stimmbandnervens lässt sich so weitestgehend vermeiden. Die gute Zusammenarbeit mit unseren Pathologen bietet noch während der Operation die Möglichkeit, das Gewebe zu untersuchen und den Eingriff je nach Befund zu gestalten. Zum Hautverschluss erfolgt eine intracutane Naht mit feinem Nahtmaterial und entsprechend günstigem, kosmetischem Ergebnis. Nebenschilddrüsenerkrankungen operieren wir minimal-invasiv. Eine enge Kooperation zum Forschungszentrum Jülich ermöglicht eine optimale Nachbetreuung von Patienten mit bösartigen Befunden.
Auch für die operative Behandlung vergrößerter Nebenschilddrüsen ist unser Zentrum eine Referenzklinik mit hoher wissenschaftlicher Reputation. Bei dem so genannten Hyperparathyreoidismus handelt es sich hauptsächlich um eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen, wobei häufig nur eins der vier Nebenschiddrüsenkörperchen betroffen ist. Für die genaue Lokalisation des Nebenschilddrüsenadenoms stehen verschiedene Spezialuntersuchungen zur Verfügung, die wir im Rahmen des stationären Aufenthaltes nutzen können. Der hohe Grad der Spezialisierung der Klinik ermöglicht es, den Eingriff auf ein genauestes Maß zu planen und die Operation so gewebeschonend und Ihren Aufenthalt so kurz wie möglich zu halten. Vor, während und nach der Operation wird das Hormon der Nebenschilddrüsen (Parathormon) gemessen und dokumentiert den Erfolg des Eingriffes. In zunehmendem Maße kommen auch hier Video assistierte minimal-invasive Verfahren (MIC) zum Einsatz.
Nebennierentumore können ein- oder beidseitig auftreten, hormonell aktiv oder inaktiv sein. Sie können aus der Nebennierenrinde oder aus dem Nebennierenmark entstehen. In der Mehrzahl sind diese gutartig, führen jedoch aufgrund ihrer hormonellen Aktivität zu erheblichen Beschwerden. Üblicherweise nutzen wir hierbei die Schlüssellochchirurgie, die auch bei bereits voroperierten Patienten erfolgen kann. Somit lassen sich ausgedehnte Schnitte mit Teildurchtrennung der muskulären Bauchdecke vermeiden.
Neuroendokrine Tumoren (NET) sind seltene Tumoren im Gastrointestinaltrakt und der Bauchspeicheldrüse, die sich aus hormonproduzierenden (endokrinen) Zellen ent-
wickeln. In der Bauchspeicheldrüse wird zwischen funktionell inaktiven und aktiven Tumoren unterschieden. Neben der röntgenologischen Bildgebung kommt den speziellen Hormonabbauprodukten im Blut und im Urin eine besondere Bedeutung zu. Bekanntester hormonaktiver Bauchspeicheldrüsentumor ist das Insuliom mit gefährlichen Blutzuckerentgleisungen. Neben der operativen Expertise dieser besonderen Tumorerkrankungen, die heute auch in Schlüssellochchirurgietechnik operiert werden können, ist allerdings auch eine kompetente Vor- und Nachbehandlung für den weiteren Heilverlauf entscheidend. Das Insuliom & GEP-Tumor-Zentrum Neuss-Düsseldorf unter Leitung von Professor Starke führt eine umfassende Betreuung dieser seltenen Krankheitsbilder durch und ist dafür weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Prof. Dr. med. Peter E. Goretzki
Chefarzt seit 1. September 2001

Dr. med. Bernhard J. Lammers
Leitender Arzt für Koloproktologie und Hernienchirurgie
Sekretariat:
Renate Wolfgarten
Telefon: 02131 / 888-3001
Fax: 02131 / 888-3099
rwolfgarten@lukasneuss.de
Spezialsprechstunde
Endokrine Chrirugie
Montag bis Freitag:
13:00 - 15:00 Uhr,
Sekretariat 2. OG
Oberärztin
Katharina Schwarz
Leitung der Forschungs-AG "Endokrine Chrirurgie"
Prof. Dr. med. Achim Starke
leitet das